† Buchrezi: Du bist das Gegenteil von allem

Ines Caranaubahx | 24 April 2015

Titel: Du bist das Gegenteil von allem
Originaltitel: 34 Pieces of you
Einzelband Reihe
Autor: Carmen Rodrigues
Buchart: Gebunden
Genre: Contemporary
Teil: 1
Preis: 16,99€
Seiten: 384
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 30.März.2014

Das Buch ist ein Leseexemplar. Danke an den cbt-Verlag

Der Klappentext hatte mich so überzeugt und die Idee gefiel mir so gut, desshalb entschied ich mich auch es anzufragen :)

Die 16-jährige Ellie hatte etwas Besonderes an sich. Etwas Dunkles, Charismatisches, Gebrochenes … Jetzt ist sie tot. Gestorben an einer Überdosis Tabletten. Zurück bleiben ihr Bruder Jake, ihre beste Freundin Sarah und deren jüngere Schwester Jess – und vierunddreißig Zettel von Ellie in einem Schuhkarton. Vierunddreißig Hinweise, die Ellie hinterlassen hat. Vierunddreißig Geheimnisse eines viel zu kurzen Lebens voller Schmerz. Auf der Suche nach dem Warum müssen sich Jake, Sarah und Jess nicht nur ihren eigenen Abgründen stellen, sondern auch dem, was Ellie so lange vor ihnen verborgen hat …


Ich finde unser deutsches Cover wirklich sehr sehr schön. In letzer Zeit gefallen mir diese etwas einfachereren Cover sowieso mehr, wo der Titel mehr hervorsticht. Aber auch das Originalcover hat irgendwie etwas weil ich durch das Cover erst jetzt im Kopf eine Vorstellung davon bekomme wie Ellie aussehen könnte. Davor konnte ich mir einfach niemanden vorstellen.
(Ich weiß die Mädchen auf Covern sehen fast nie aus wie im Buch, wesshalb man das eigentlich nicht vergleichen soll, aber
 rein beschreiberisch würde das Mädchen wirklich zu Ellie passen)

Originalcover

Ehrlich gesagt, ich weiß überhaupt nicht was ich zu dem Buch sagen soll. Es zu lesen hat nur 2 Tage gedauert (was für mich die grade ihre Leseflaute überwunden hat echt schnell ist), und als ich dann heute hier so saß und es beendet habe und nachgedacht habe was zum Teufel ich nun schreiben soll ist mir zwar etwas eingefallen - aber wie sollte man sowas in einer Rezension beschreiben? Also sage ich es einfach so wie ich es gedacht habe.

Ich bin, muss ich zugeben, etwas von dem Buch enttäuscht. Ich hatte mir vorgestellt das die Freunde von Ellie diese Zettel von ihr finden und sich dann sozusagen auf die 'Suche' nach Antworten machen oder so etwas. Ich habe um Seite und Seite gelesen und gewartet das es irgendwann soweit ist, bis ich dann bei Seite 200 realisiert habe das es keine Suche nach der Wahrheit geben wird.

Viel mehr wird einem bei jedem Kapitel einer dieser Zettel zu lesen zu geben. Mit dem Kapitel das dann kommt oder davor war hatten diese kleinen Nachichten so gut wie nie etwas zu tun. An sich plätscherte die Geschichte auch eher vor sich hin. Wir dürfen aus mehreren Perspektiven lesen: Sarahs (Ellies beste Freundin), Jessie (Sarahs Schwester) und Jake (Ellies Bruder).

Irgendwie brauchte ich am Anfang des Buches erst ein paar Kapitel bevor ich erstmal irgendwie vernetzen konnte wer jetzt mit wem und wer mit wem befreundet war, was ziemlich verwirrent gewesen ist. Noch dazu wird es in "Davor" und "Danach" eingeteilt. Einen wirklich fortlaufenden Plot gab es nicht, ich hatte eher das Gefühl wir säßen in einer Zeit (oder einer nur kleinen Zeitspanne) im Buch fest und kommen nicht voran.

Leider konnte ich auch keine wirkliche Gefühlsbindung zu einem der Charaktere, oder zu dem Buch an sich aufbauen. Als ich das Buch beendet hatte saß ich da und fragte mich: "Wie soll ich eine Rezension dazu schreiben?". Ich fand das Buch nicht schlecht, auch nicht langweilig. Aber auch nicht gut oder spannend. Ich hatte einfach während des lesens und nach dem beenden überhaupt keine Gefühlsregung, als hätte mir grade jemand erzählt er hätte heute früh ein Nutellabrot gegessen. Ich sitze da und... *schulterzuck* Irgendwie hatte ich auch das Gefühl in dem Buch hatte jeder Protagonist mal irgendwie was mit einem der anderen Protagonisten. Und das ist mein voller ernst.

Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm, mir hat die Idee gefallen und das Ende (letzten 50 Seiten) konnte sich mit seiner poetischen Note auch überzeugen. Nur der Rest war in meinem Fall eben so *schulterzuck*. Die einzige Protagonistin mit der ich etwas anfangen konnte war Jess. Sie war wirklich toll und ich mochte sie sehr gerne. Ellie hingehen fand ich das ganze Buch durch leider nur unsympathisch.

Ellie:
Im ganzen Buch geht es eigentlich nur um Ellie und ihren Selbstmord. (Oder Unfall). leider war sie mir in dem ganzen Buch unsympathisch. Sie hatte ihre Gründe, aber leider war sie das ganze Buch erstmal total egoistisch und gemein wesshalb ich ihr das ganze nicht verzeihen konnte und mit ihr warmwerden konnte als es später alles herauskam.

Jessie:
Jessie spielt als Schwester von Sarah keine so große Rolle, aber ich habe sie an zweite Stelle gestezt weil sie mir von allen Charakteren neben Jake am sympathischten war. Sie war nett und generell wie sich sich verhielt war sehr toll, ich konnte mich auch gut in sie hineinversetzen.

Sarah:
Sarah war Ellies beste Freundin und war dabei als es passiert ist. Sie kam mit dem leben davon, Ellie nicht. Sarah mochte ich auch gerne, allerdings konnte ich mit ihr ebenfalls nicht so richtig warm werden. Aber ich empfand schon irgendwie Sympathie für sie.

Jake:
Jake ist Ellies Bruder und ich mochte ihn irgendwie total gerne. Weil er zwar als er jünger war ein Macho war, aber später viel lieber, und ich mochte seine Gefühlsregungen so gerne. 

(Anmerkung: Bei der Romantik und dem Humor geht es nicht darum wie ich es finde sondern wieviel es davon im Buch gibt - 3/5 Federn bei Humor muss nicht negativ sein, es soll nur zeigen das es kein witziges Buch ist)
Spannung: 2,5/5 Federn
Romantik: 2/5 Federn
Humor: 2/5 Federn
Charaktere: 4/5 Federn
Schreibstil: 4/5 Federn
Ende: 4/5 Federn
Cover: 4/5 Federn

Leider konnte ich mit dem Buch und den Charakteren nicht richtig warm werden. Trotz allem gab es ein paar schöne Stellen die mir gut gefallen haben, und auch zu 1, 2 Charakteren konnte ich eine zarte Verbindung aufbauen. Leider wurden meine Erwartungen nicht richtig erfüllt, weil der Klappentext mich etwas in die Irre geführt hatte und ich auf einen ganzen anderen Storyverlauf gewartet (und gehofft) habe. Das Buch war ganz okay, aber leider nicht wirklich das was ich mir erhofft hatte.

Carmen Rodrigues wurde in Ohio geboren. Als sie zehn war, zog ihre Mutter mit Carmen, ihren zwei älteren Schwestern und ihrem jüngeren Bruder nach Miami. Sie studierte Creative Writing an der Florida State University. Nach ihrem Studium zog sie nach New York wo auch ihre Karriere als Schriftstellerin begann. Sie machte ihren Abschluss in Creative Writing ab der University of North Carolina Wilmington und lebt auch heute noch an der Küste North Carolinas.

Kommentare:

  1. Das klingt nach einem tollen Buch!
    Ich denke ich merke es mir mal :D
    Ich folge deinem Blog jetzt übrigens, und würde mich freuen wenn du mal auf unserem Blog vorbeischauen würdest!
    Lg, schönen Abend noch ( bzw. schöne Lesenacht ;) )
    Caro
    booksarepeople.blogspot.de
    PS: Ich würde soooo gerne bei der Lesenacht mitmachen, aber heute geht es bei mir einfach nicht :(
    Ich freue mich wenn ich für die nächste Lesenacht informiert bin, denn da mach ich auf jeden Fall mit!

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  2. Hallöchen,
    mir ist das Buch letztens in meiner Onleihe-App ins Auge gesprungen und da hab ich mir noch überlegt, ob ich es noch irgendwie in meine Leseliste reinquetschen soll. Aber nachdem ich deine Rezi gelesen hab, ist meine Lust ein wenig abgeflaut. Es gibt doch wenig Schlimmeres, als ein Buch, das einen nicht so richtig packt, oder?
    Werde es zwar mal auf meiner WuLi lassen, aber an Priorität hat es auf jeden Fall verloren...

    Vielen Dank für deine ausführliche Rezi
    Nelly von Nellys Leseecke

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