† Buchrezi: Die rote Königin

Ines Caranaubahx | 22 Januar 2016 |

Titel: Die rote Königin
Originaltitel: Red Queen
Reihe: Die Farben des Blutes
Autor: Victoria Aveyard
Buchart: Gebunden
Genre: Fantasy
Teil: 1
Preis: 19,99€
Seiten: 512
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 28.Mai.2015
Lieblingsseiten: 21; 156; 168; 462; 465

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Das Buch wurde vor einigen Monaten ja endloslang gehyped wesshalb ich schon schnell was von dem Buch erfahren habe. Bücher aus dem Carlsen-Verlag gefallen mir eigentlich immer gut und der Klappentext hat mich auch sehr spannend auf das Buch gemacht. Nachdem ich mir dann die Leseprobe durchgelesen habe wusste ich dass ich das Buch lesen musste.

Rot oder Silber – Mares Welt wird von der Farbe des Blutes bestimmt. Sie selbst gehört zu den niederen Roten, deren Aufgabe es ist, der Silber-Elite zu dienen. Denn die – und nur die – besitzt übernatürliche Kräfte. Doch als Mare bei ihrer Arbeit in der Sommerresidenz des Königs in Gefahr gerät, geschieht das Unfassbare: Sie, eine Rote, rettet sich mit Hilfe besonderer Fähigkeiten! Um Aufruhr zu vermeiden, wird sie als verschollen geglaubte Silber-Adlige ausgegeben und mit dem jüngsten Prinzen verlobt. Dabei ist es dessen Bruder, der Thronfolger, der Mares Gefühle durcheinander bringt. Doch von jetzt an gelten die Regeln des Hofes, Mare darf sich keine Fehler erlauben. Trotzdem nutzt sie ihre Position, um die aufkeimende Rote Rebellion zu unterstützen. Sie riskiert dabei ihr Leben – und ihr Herz.

In der Schule haben wir einiges über die Welt vor unserer Zeit gelernt, über die Engel und Götter, die im Himmel lebten und mit gütiger, liebender Hand über die Welt herrschten. Manche behaupten das seien nur Geschichten, aber das glaube ich nicht.
Die Götter herrschen noch immer über uns. Sie sind von den Sternen hinabgestiegen.
Aber sie sind nicht mehr gütig. S.21

"Ich habe dir mal gesagt, dass du besser verbergen solltest, was in deinem Herzen vorgeht. Du hättest auf mich hören sollen." Wie kann er es wagen?
Ich habe drei ältere Brüder, deshalb treffe ich mitten ins Auge, als ich ihn ansprucke. S.465

Viele haben sich ja darüber aufgeregt und regelrecht Abneigung dem deutschen Cover entgegen gebracht. Ich finde das Cover ehrlich gesagt sehr schön, allerdings ist es natürlich kein Vergleich zum wunderschönen Originalcover das dazu einfach auch so mega cool aussieht und so perfekt zur Geschichte passt!

Originalcover

Das Buch habe ich bereits vor Monaten schon gelesen, allerdings habe ich mir sehr viel Zeit damit gelassen es zu rezensieren bis ich irgendwann nicht mehr wirklich viel davon wusste. Anfang Januar habe ich es dann einfach nochmal gelesen, und es konnte mich genausp fesseln wie beim Ersten Mal.

Was mir an dem Buch so sehr gefällt ist der ernste Ton der praktisch immer über den Zeilen liegt. Nicht das es dadurch langweilig wurde! Es war einfach so, das in dem Buch um Unterdrückung, Hass und Gefahr ging. Immer wieder wurde dem Leser gezeigt wie schrecklich es ist ein(e) Rote(r) zu sein. Schon alleine die Tatsache das man in den Krieg abgezogen wurde wenn man mit 18 noch keine Arbeit hat - wie viele - war hart. Und Mares Leben war nicht immer einfach, besonders weil sie oft im Schatten ihrer Schwester Gisa leben musste, die eine hoch angesehene Arbeit hatte, während Mare sich als Taschendiebin durchs Leben kämpfte.

An zweiter Stelle muss ich jetzt einfach direkt die Charaktere loben. Victoria Aveyard hat es hinbekommen die Protagonisten total authentisch wirken zu lassen. Selbst Nebencharaktere waren nie nur blass oder unbekannt. Jeder hatte einen wichtigen Platz und blieb einem im Gedächnis. Besonders Mare hat mir als Hauptprota total gut gefallen!

Der Schreibstil der Autorin hat es mir ebenfalls total angetan. Es gibt keine Seite auf der es nicht spannend zugeht, man braucht immer mehr und mehr. Ich habe das Buch innerhalb eines Tages durchgelesen weil es mich so mitgerissen hat. Was mir ebenfalls gefallen hat: Man wusste nie was gleich passiert! Es gab nie diese dämlichen Momente wo man dachte "Ach, ich weiß eh schon was passiert" - man wurde immer wieder überrascht was den Spannungsfaktor natürlich erhöhte.

Das Ende... puuh. Also dieses Ende, das hat mich echt fertig gemacht. Ich habe überhaupt nicht mit soetwas gerechnet und mich extrem über so manche Charaktere aufgeregt - nicht weil sie nervig wurden aber einfach weil sie so Hinterhältig waren!

Mare:
Mare ist eine selbstsichere, kluge Rote. Mir gefällt sie als Hauptprota extrem gut weil sie kein Püppchen ist sondern Willenstark und Kampfbereit. Mir gefällt es das sie ihren eigenen Kopf hat, sich aber nie dumm verhält.

Cal:
Cal ist der Kronprinz und heißt eigentlich gar nicht Cal. Ich muss ehrlich zugeben das ich Cal einfach total liebe :D Ich weiß auch nicht, selbst in Situationen wo er manchmal als der böse Kronprinz dargestellt wird kann ich mich einfach nicht von ihm losreißen. Er ist ein super sympathscher Charakter. Ich mag ihn echt total <3

Maven:
Maven ist der jüngere Bruder von Cal und als Mares Geheimnis ans Licht kommt wird sie ihmversprochen. Maven ist wirklich nett und ich mochte ihn wirklich sehr gerne.

Kilorn:
Kilorn ist Mares bester Freund. Ich habe die beiden heimlich immer geshippt, weil ich irgendwie immer eine Schwäche für die besten Freunde derHauptprotas habe, haha. Einmal hat er mich nur sehr genervt, nämlich als rauskam das Mare Fähigkeiten der Silbernen hat und er sich total komisch verhielt. Als wenn sie was dafür könnte?!

"Was haben sie mir dir gemacht?", ruft er; seine Hände sind nur Zentimeter von meinen entfernt. 
"Gar nichts haben sie mit mir gemacht. Das bin ich. Ich bin so."
Kilorns Miene wird noch wütender. "Du bis eine von denen?"

Lucas:
Es gibt wirklich sooviele gut ausgearbeitete Charaktere das ich sie am liebsten alle nennen würde, aber nach Lucas mache ich besser Schluss. Lucas ist wirklich keine sehr wichtige Person im Buch, eigentlich nur Mares Leibwächter, aber ich muss ihn nochmal erwähnen weil er einfach eine SO tolle Person ist! Alle Silbernen sind total Anti was Rote angeht aber Lucas ist immer nett und freundlich und überhaupt nicht so herabschauend oder so. Das habe ich sehr gemocht. Außerdem hat er mich als einer der wenigen Charaktere immer zum schmunzeln gebracht.

"Eine Minute hinter dem Zeitplan", sagte er, kaum das ich auf den Flur trete.
"Wollen Sie jetzt jeden Tag meinen Babysitter spielen oder nur so lange, bis ich mich hier auskenne?"
Er geht neben mir her und lenkt mich sanft in die richtige Richtung. "Was glauben Sie?"
"Auf eine lange und glückliche Freundschaft, Wachmeister Samos."
"Gleichfalls, Mylady."
"Nennen Sie mich nicht so."
"Ganz wie Sie es wünschen, Mylady."

(Anmerkung: Bei der Romantik und dem Humor geht es nicht darum wie ich es finde sondern wieviel es davon im Buch gibt - 3/5 Federn bei Humor muss nicht negativ sein, es soll nur zeigen das es kein witziges Buch ist)
Spannung: 5/5 Federn
Romantik: 3/5 Federn
Humor: 2/5 Federn
Charaktere: 5*/5 Federn
Schreibstil: 4,5/5 Federn
Ende: 5/5 Federn
Cover: 3,5/5 Federn

Alles in allem mochte ich das Buch total gerne und kann überhauüt nicht meckern, da es an nichts gefehlt hat.


Victoria Aveyard studierte Drehbuchschreiben an der University of Southern California. Inzwischen arbeitet sie als freie Autorin und lebt abwechselnd in ihrem Heimatort in Massachusetts und in Los Angeles. Sie hat ein Faible für Geschichte, für Explosionen und für taffe Heldinnen – und schreibt am liebsten Bücher, in denen sie alles drei kombinieren kann. Außerdem liebt sie Roadtrips, Filmegucken in Endlosschleife und das große Rätselraten, wie es bei „A Game of Thrones – Das Lied von Eis und Feuer“ weitergeht.

Kommentare:

  1. Das klingt ja mal sehr interessant :) Besonders die Beschreibung der Charakter machen mich neugierig. Und ich mag es immer wenn die Romantik keinen zu großen Teil des Buches einnimmt.
    Es ist eine wunderschön geschriebene Rezension und ich denke ich werde mir das Buch auch mal besorgen.

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  2. Deine Rezi klingt wirklich toll. (^.^) Ich habe schon sehr viele gute Meinungen über den Reihenstart gehört und werde es jetzt so langsam mal auf meine Wunschliste packen müssen.

    LG Doreen

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