Blogger/Wordpress-Bloggen und Facebook/Instagram-Bloggen: was ist denn nun das "richtige" bloggen?

Written on 08 August 2016| 8 Liebesbeweise

Jaja, die große Debatte. Was ist das richtige bloggen? Kann man Facebook-Seiten auch als Blogs bezeichnen, oder Instagram-Accounts? Oder sind nur wir Blogger von Blogspot oder Wordpress würdig uns als richtige Blogger zu bezeichnen?

Die Debatte gab es schon endlos viele male, es gibt dazu dutzend verschiedene Meinungen oder Gedanken, die dann nicht ausgesprochen werden. Oder sie werden ausgesprochen - und dann gibt es den großen Internet-Beef 201x, weil sich eh nie alle einig werden.
Seien wir ehrlich. Da gibt es die Facebook/Instagram, bzw Social-Media-Blogger, die sich als Blogger bezeichnen. Dann gibt es die, die selbst von sich sagen, das sie zwar Blogger sind, aber einsehen das Blogspot/Wordpress-Blogger vollwertigere Blogger sind.
Genauso wie es B/W-Blogger gibt, die entweder finden das F/I-Bloggen genauso gleichzustellen ist wie das "normale" Bloggen, und Blogger, die finden das ihr Bloggen viel mehr "wert" ist als das der Social Media-Blogger. (Gott, ist das anstrengend beide die ganze Zeit unterscheiden zu müssen damit ihr wisst welches Grüppchen ich grade meine, haha).

Dann gibt es natürlich noch die Multi-Blogger. Die, die einen Blog haben, die die auf Facebook und Instagram sind. Gleichzeitig. Ich glaube das sind dann einfach die Ober-Blogger die sich eh keine Gedanken machen brauchen weil sie überall vertreten sind xD

Dabei ist es doch ganz einfach, und alles hat seine Pro & Contras.
Die Facebook/Instagram-Blogger haben es einfacher. Das ist Tatsache. Ein schönes Bild geschossen, Text drunter. Es ist nunmal einfach so, das Facebook & Instagram viel einfacher zu betreiben ist als ein "richtiger" Blog. Ein Like ist schnell gesetzt, ein kurzer Kommentar darunter einfach am Handy getippt. Man braucht nur ein Titelbild und ein Profilbild und schwupps - das ding ist fertig. Beiträge kann man viel leichter vernetzen, ob auf anderen Facebook-Seiten oder in Gruppen. Und es ist halt auch einfach fast jeder auf Facebook ^^ Es ist viel einfach für Seiten-Betreiber und für die Like-Leser. Aber dafür sind die Facebook-Blogger und die Instagram-Blogger auch einfach viel aktiver. Klar gibt es auch viele aktive Blog-Blogger die jeden Tag auf dem Blog unterwegs sind, aber da es eben doch irgendwie mehr Arbeit ist ist man dann doch nicht so aktiv wie zB auf Facebook. (Es ist einfach so viel einfacher einen 2-Sekunden Like zu setzen statt einen 15-Minuten Kommentar. Aber schon alleine das man Benachichtigungen auf FB und Insta bekommt wenn jemand auf deinen Kommentar antwortet... Luxus, haha).

Wiederum ist Bloggen auf Blogs dann schon wieder anstrengender. Man braucht ein komplettes Design und verzweifelt dauernd am HTML und an der Umsetzung der Gestaltung, man schreibt lange Rezensionen, muss auch die wieder irgendwie formatieren, dies das jenes. Allen in allem habe ich persönlich das Gefühl Blogger mit Blogs geben sich da etwas mehr "Mühe". Dafür wiederum bekommen die Blog-Blogger weniger Kommentare. Bei uns gibt es eben keinen Like-Button, wenn du jemandem deine Meinung zum Post mitteilen willst geht das ganz kompliziert, und meistens nur am PC, indem du ihm einen langen Kommentar schreibst. Wozu halt nicht allzu viele immer Lust haben oder Zeit. Aber dafür bekommt man dann längere Kommentare, deren verfasser sich durschnittlich mehr Mühe und Gedanken gemacht haben als auf Facebook.

Also alles in allem so zusammengefasst, ist, das Social Media-Blogger weniger Aufwand haben und mehr Rückmeldung, und viel schneller Follower bekommen. Die Blog-Blogger hingegen haben mehr Arbeit, es dauert alles etwas länger - Klicks, Follower, Kommentare. Aber dafür ist man am Ende vielleicht umso stolzer drauf?

Ich kann es selbst ja nicht ganz beurteilen, da ich selbst nur ein Blog-Blogger bin. Bin zwar auch auf Instagram, war aber nie wirklich aktiv dabei. Ich weiß nur, das es sehr kritisch werden kann wenn man Social Media-Blogger nicht als vollwertige Blogger ansieht, und ihnen das auch genauso sagt. Viele werden dir vielleicht zustimmen weil du sie einschüchterst, aber die anderen werden dich in den Boden stampfen.

Aber wisst ihr was? Es fiel mir super schwer vorhin Blogger in F/I-(Social Media)-Blogger und B/W-(Blog)-Blogger zu unterteilen, falls ihr euch erinnert was in den Klammern oben steht. Und wieso? Weil wir nun mal alle Blogger sind.
Und genau DAS ist es eben. Wir sind ALLE Blogger. Wir ALLE teilen unsere Meinung, lieben was wir tun, lieben es, uns darüber zu unterhalten, rezensieren Bücher oder sprechen darüber.
Es ist eher so das nicht jeder Blogger einen Blog hat. Aber da kommt es ja auch wieder drauf an wie man diesen definiert ;)

Ich meine klar, man könnte sagen es heißt Blogger wegen BLOGger. Dann sind's halt Wordpresser, Facebooker, Instagramer (Oder Bookstagramer?). Und wir wären genau genommen Blogspotter. Aber alles in allem kann man uns ganz easy auch einfach als eines bezeichnen; nämlich als Blogger. Und das es kack egal ist WO du bloggst sondern DAS du bloggst - und ich glaube, das ist doch auch das, was einen Blogger ausmacht, oder nicht?

Kommentare:

  1. Hello Ines!

    Mir geht es ebenfalls wie dir, oder meiste Zeit ging es mir so, ich wusste nicht ganz, wie ich das einteilen sollte. Beziehungsweise kommt dabei natürlich auch immer die Frage auf: Wie wird man am "erfolgreichsten"? Auf Instagram kriegt man natürlich sehr viel schneller Follower, auch auf FB ist das Phänomen der vielen Follower schnell erreicht. Allerdings gibt es da die Problematik, dass du sehr leicht gewinnst, sehr leicht verlierst. Vielleicht hat grad jemand Bock auf deine kurzen Posts und findet es derzeit interessant, was du darüber schreibst. Doch auf einmal kommt es zum Ab-Abonnieren, da es grad nicht sehr aktuell und "newsflash"-mäßig bei dir aussieht. Ich spreche da jetzt ebenfalls ohne persönliche Erfahrung, hab das aber oft bei verschiedenen, vor allem Bookstagrammern, Social-Media-Bloggern mitbekommen (es gibt ja auch noch Twitter, das hast du glaub ich nicht erwähnt, ist in den USA natürlich nochmal berühmter, aber hier gibt's des ja a).
    Ich würde allerdings die Arbeit, die z.B. bei Instagram reingeht, nicht unterschätzen. Mittlerweile geben die, die ausschließlich auf Instagram "bloggen", sich sehr viel Mühe mit ihren Bildern, benutzen oft eine gescheide Kamero (=Spiegelreflex meistens), und es gibt viele Instagram Accounts, die lange Bildunterschriften oder dann schon Bildeinträge schreiben. Dem gebührt doch viel Ansehen und Respekt. Ich muss ehrlich sein, bei FB-Bloggern kenne ich mich kaum aus, da verstehe ich nicht ganz, wie man ausschließlich auf FB bloggt^^

    Für mich geht es allerdings hauptsächlih bei Bloggen um den Austausch zwischen Verfasser*in und Leser*in/Kommentator*in. Das Kommentieren ist so essentiell für einen Blog. Und Kommentare gibt es bei jeder der verschiedenen Blogvarianten. Klar, ein Blogpost auf Wordpress, Blogspot oder der eigenen Website dauert höchstwahrscheinlich immer länger zum Verfassen und Formatieren und auch die Energie/Arbeitszeit, die man reinsteckt, ist größer, das streite ich nicht ab. Und es ist durchaus so, dass oft Blog-Kommentator*innen längere Kommentare unter Blogposts als unter Instagram Bilder oder FB Beiträgen schreiben. Und trotzdem bleibe ich bei meiner Kernmeinung, dass - jedenfalls für mich bei Instagram-Bloggern - ich sie als gleichwertige Blogger anerkenne und auch Respekt vor deren Arbeitsaufwand habe.

    Ich persönlich bin jedenfalls am Überlegen, ob ich für meinen Blog nicht auch einen Instagram-Account anlege. Einen Twitter Account hab ich schon, da veröffentliche ich halt gleichzeitig über Bloglovin, wenn ein neuer Post oben ist (was morgen der Fall sein wird, endlich wieder was geschrieben, juhu!). Instagram ist aber wirklich die Platform am Aufstreben, genau wie Snapchat, ganz klar. Und es macht einfach Spaß, schnell mal einen Like zu setzen oder selbst ein Bild zu posten mit einem kurzen Life/Buch-Update.

    Sehr interessantes Thema, dass du also ansprichst, ich denke jeder und jede hat dazu eine ganz eigene, originale Meinung!
    Liebe Grüße,
    Ley

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    1. Habe erst Sandys Kommentar beantwortet dann deinen, aber wieso habe ich das Gefühl das jeder denkt ich würde es runtermachen, haha? So ist das nämlich nicht gemeint. Und ja klar ist da viel Arbeit drin in einem Bild :) Ich habe ja auch oft draußen mit Decken und Lampen was erbaut nur um gutes Taglicht für ein blödes Bild zu kriegen. Aber ich finde da liegt der Augenmerk halt viel mehr auf den Bildern und nicht auf dem Text, als beim "normalen" Bloggen.
      Ja stimmt Twitter gibt es ja auch noch. Habe ich aber nicht reingenommen. Es gibt ja auch noch Jimdo oder wie es heißt und weiß nicht was alles, alle Plattfomen nun mit reinzunehmen wäre jetzt zu viel gewesen. Aber ich sage mal meine Meinung, für mich gehören Leute auf Twitter nicht zu bloggern, wenn sie es nur ausschließlich da machen ^^

      Finde deine Meinung echt interessant, danke für den Kommentar :)

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  2. Ich muss zugeben, dass ich von dieser Debatte noch nie etwas mitbekommen habe ^^ Mir ist erst nach und nach aufgefallen, dass man z.B. seine Instagramseite als eigenen "Blog" betreiben kann - davor kannte ich zusätzlich zum Blog Insta, Facebook etc. nur, um ebendiesen Blog sozusagen zu bewerben und auf ihn zu verweisen (was lese ich gerade, Links zu neuen Posts etc).

    Allerdings hab ich trotz deinem letzten Absatz das Gefühl, dass du in seinem Post die FB/Insta/...-Sparte als "minderwertiger" abstempelst, und mit dieser Bezeichnung wäre ich vorsichtig, weil natürlich niemand (bzw. sein Werk) gern als minderwertig bezeichnet wird. Zum Beispiel bezüglich der kurzen Rezensionen auf Instagram: Man kann ja auch auf seinem eigenen Blog die Länge selbst bestimmen. ;) Es sind einfach ganz, ganz andere Sachen, in meinen Augen. Auf Facebook und Instagram entsteht unter dem Post dann fast schon ein Chat von Followern, Followern die anderen Followern antworten und so weiter; meiner Meinung nach ist es dort viel lebhafter, man bekommt wie von dir erwähnt schnellere und mehr Rückmeldungen, dafür wahrscheinlich im Durchschnitt oft kürzere. Bezüglich des Designs muss man sich im Klaren sein dass man sich als Blogger auf Blogging-Seiten wie Blogspot, Wordpress, Tumblr, Jimdo etc dieses Schicksal natürlich selbst aussucht ;) Natürlich hat man es da auf Instagram leichter, weil man da diese Freiheit erst gar nicht hat. Instagram AN SICH ist ja schon eine eigenständige Seite, und man selbst mit seinem Account nur ein kleiner Teil davon, Blogspot an sich dagegen ist, jo, gar nichts. Also wenn der Facebook-Server mal einen Breakdown hat bzw. eine Social Media-Seite mal geschlossen wird (unwahrscheinlich), ist man im Popo, weil man voll auf diese Website angewiesen ist. Nicht vergessen darf man natürlich auch den Datenschutz und die Rechte von FB und Co, denen man zustimmt ... Also es gibt schon einen Grund, wieso ich mich für einen "eigenen" Blog entschieden hab :D

    Jedenfalls um zum Ende und zum Punkt zu kommen, ich find jeder hat auf alle Fälle seine Daseinsberechtigungs und Pro & Contras. Ich glaube, dass es um einiges schwieriger ist sich wirklich langfristig einen Blog aufzubauen, Insta & Co. sind dafür zeitgemäßer, aber auch schnell- und kurzlebiger. Aber ich persönlich sehe Instablogger (& Co) nicht als Blogger im eigentlichen Sinn. Dafür bräuchte es schon eine eigene Bezeichnung, und ich find diese Bezeichnung ist grade das: Instablogger :)

    Interessanter Post, zu dem man viel sagen kann!
    Alles Liebe,
    Sandy

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    1. Schade das es so rüberkommt, denn das soll es natürlich nicht :D Ich bin nur echt schlecht im Formulieren, merke ich immer wieder. Klar ist es war anderes, aber wie du sagtest jeder hat seine Daseinsberechtigung. Für mich in dem Sinne der Bezeichnung der Leute sind es schon Blogger für mich - wenn man sich auf die Tätigkeit bezieht. Wenn man sich auf die Plattform bezieht ist es was anderes.
      Aber du hast das auch gut formuliert mit dem "Ich glaube, dass es um einiges schwieriger ist sich wirklich langfristig einen Blog aufzubauen, Insta & Co. sind dafür zeitgemäßer, aber auch schnell- und kurzlebiger.", so habe ich es auch versucht zu erklären :)

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  3. Huhu,

    das was du beschreibst mit den Kommetaren oder Gefällt mir gilt aber nur über Blogspot. Bei Wordpress gibt’s solche gefällt mir Button auch und Kommentare wird man auch direkt informiert, wenn man was gepostet hat wo oder wenn man es so eingestellt hat. Bei Wordpress krieg ich auch mehr Kommentare als bei Blogspot.

    Ich persönlich bin bei Facebook, blogge da aber nicht. Ich find es auch schon immer schade, wenn Lesenächte oder sowas nur da oder bei Twitter ist und auf den Blogs nichts wirklich pasiert. Ich persönlich traue dem Datenschutz von Facebook nicht, sodass ich da so wenig wie möglich mache. Gruppen hab ich auch nur ganz wenige.


    LG Corly

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    1. Achja stimmt... naja ich bin in dem Post auch nicht allzu viele auf Wordpress oder Instagram eingegangen sondern eher auf Blogspot/Facebook, sonst wäre das ganze ausgeartet in einer riesigen Detailanalyse wo was geht :)

      Bist du denn bei Wordpress UND Blogspot? Vielleicht liegt es ja dann daran das du da mehr Kommentare bekommst, weil du Wordpress eher hattest als Blogspot und die Leute die dir folgen dann auch eher da Kommentieren auch wenn sie deinen Blogspot kennen. Wäre mal ne Theorie. Weil ich habe eher das Gefühl auf Blogspot wird viel mehr kommentiert, da man bei Wordpress ja nicht soo gute Möglichkeiten zum Folgen hat.

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    2. Ja, bn bei Blogspot und Wordpress. Ich glaub ich bekomme bei Wordpress tatsächlich mehr Nachrichten, weil mir mehr folgen. Aber nicht nur deswegen sondern auch weil es übersichtlicher mit der Nachricthtenmeldung ist. Da kann ich über Wordpress antworten. Bei Blogspot müssen die Blogger erst immer suchen wo denn jetzt ihre Nachrichten zu finden sind oder können es nur über E-Mail verfolgen. Deswegen gibts da weniger Folgekommentare als Bei Wordpress. Aber natürlich auch weil mir mehr folgen. Das ist klar.

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    3. Ja stimmt das ist wahr. Man kann zwar untern anklicken "Ich möchte Benachichtigungen erhalten" und man kriegt dann per gmail eine Mail aber es könnte ja auch sein das der Post noch 200 andere Kommentare bekommen hat, du aber keine Antwort auf deinen. Das ist leider etwas nachteilhaft und empfinde ich auch als negativ :/
      Aber mal eine Frage: WIE folgt man sich gegenseitig per Wordpress? Ich habe noch auf keinem Blog eine Möglichkeit gefunden das stört mich so!

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