† Buchrezi: Tiefenwelt - Zwei Leben

Ines Caranaubahx | 10 Mai 2017

 
Titel: Tiefenwelt - Zwei Leben
Einzelband
Autor: T. F. Sperling
Buchart: Taschenbuch
Genre: Dystopie
Teil: 1
Preis: 14,90€
Seiten: 370
Verlag: Drachenmond
Erscheinungsdatum: 25.März.2017

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Das Buch ist ein Leseexemplar des Verlages, danke dafür ♡

Nach etlich langer Zeit hatte ich mal wieder richtig Lust auf eine Dystopie, sodass mir Tiefenwelt sofort ins Auge sprang.



Eine Spritze. Zwei Leben.
 Der 16-jährige Lenyo verlässt seine in Armut und Unterdrückung lebende Familie, um sich in einem geheimnisumwobenen Bunkerlabyrinth unter der Nordstadt mit den Rebellen auf den Kampf gegen das skrupellose Regime vorzubereiten. Doch Lenyo ahnt nichts von seiner schicksalhaften Gabe, von der wahren Identität der faszinierenden Tiefenwelterin Lielle und von dem tödlichen Virus, das seine Familie auszulöschen droht.

 
Das Cover gefällt mir wirklich unglaublich gut. Das Rot, Schwarz und Weiß passt einfach perfekt zusammen und rundet das ganze Cover ab. Einfach der totale Eyecatcher.

 
Ich habe seit wirklich langer Zeit schon keine Dystopie mehr gelesen, was mir erst auffiel als ich mit Tiefenwelt begann. Gleichzeitig hatte ich schon wirklich lange mal wieder Lust drauf eine zu lesen – nur hatte ich etwas Angst es wären eben nicht Tiefenwelt, was ich lesen wollen würde. 

Und dann fing ich an. Und dann war ich fertig. Wortwörtlich. 

Der Beginn des Buches ist zuerst verwirrend - aber am Ende, wenn man die letzte Seite gelesen hat, macht plötzlich alles Sinn. Alles was man sich fragte, alles was einen verwirrte; es machte Klick im Kopf. Ich wurde in das Buch gerissen wie in einen Traum und wurde auch eben genauso herausgerissen als hätte mich jemand unsanft geweckt. Oder eher vom Bett geschubst. 

Am Anfang kam ich noch etwas schlecht rein, was sich aber nach einiger Zeit änderte. Was mir gefiel, und irgendwie auch wieder nicht, waren die vielen Wechsel zwischen den Charakteren. Mit Abständen ging es nämlich in jedem Kapitel abwechseln um jemanden anders. Am Anfang war ich deshalb nämlich sehr verwirrt, da auch unglaublich viele Charaktere in dem Buch vorkommen. Sich über eben diese erstmal ein Bild zu machen und jeden einschätzen (und direkt wiedererkennen) zu können dauerte es seine Zeit. Sobald man aber eben dieses hinter sich hat und immer mehr auf jeden Charakter eingegangen wird fand ich die Idee dahinter richtig toll. Denn egal welcher Charakter - jeder wurde unfassbar gut ausgearbeitet was sie auch unfassbar real machten.
Andersrum fand ich es manchmal aber auch nicht so gut, da natürlich auch ich meine Lieblingscharaktere hatte, und mich auf manche Kapitel nicht richtig konzentrieren konnte weil ich unbedingt wieder von dem oder jenem Charakter lesen wollte.

Was mir noch unglaublich gut gefallen hat war das Setting. Man erkennt ganz klar schon zu Beginn das es nicht einfach nur irgendeine Dystopie ist, sondern es sehr viele Parallelen zu unserer Gesellschaft gibt. Manchmal war es echt heftig, denn das Buch bringt einen unfassbar zum nachdenken. Manchmal war es dann echt viel beim lesen, sodass ich hin und wieder Pausen eingelegt habe und auch mehrere Tage für das Buch brauchte.

Die Storyline und den Aufbau es Buches konnte mich ebenso überzeugen. Nur ist der Klappentext etwas irreführend, denn ich am Anfang hatte ich irgendwie etwas anderes erwartet, als was ich letztendlich bekommen habe - was nicht unbedingt schlecht ist, um ehrlich zu sein. Ebenso wie der Schreibstil wurde ich auch hier überzeugt. Ich weiß nur nicht so ganz was ich vom Ende halten soll.

 
Spannung: 4/5 Federn
Charaktere: 4,5/5 Federn
Schreibstil: 4,5/5 Federn
Anfang: 4/5 Federn
Mitte: 4,5/5 Federn
Ende: 2,5/5 Federn
Cover: 4,5/5 Federn

Zusammengefasst fand ich das Buch bis auf ein paar Schwächen (und ein paar anderen Stellen, von denen ich immernoch nicht weiß was ich von ihnen halten soll,) sehr gut. Es regt wirklich sehr zum nachdenken an und führt einen hinab in andere Welten - aus denen man irgendwann sehr plötzlich wieder unsanft erwachen muss.



Theresa Sperling ist in variabler Reihenfolge: als Zuschauerherzen berührende Spoken Word Poetin bekannt und sehr viel auf deutschen Bühnen unterwegs, Jugendtheaterautorin beim Deutschen Theaterverlag, mittelmäßige Mutter von zwei lebhaften Söhnen und quirlige Ehefrau eines in sich ruhenden Mannes, Herzblut-Lehrerin für Deutsch, Englisch und Darstellendes Spiel und leidenschaftliche Jugendbuchleserin und -autorin. 2016 feierte sie mit dem Liebesroman „Mittelmeersplitter“ im Slammer-Verlag Lektora ihr Debüt, ihre Dystopie „Tiefenwelt“ erscheint im März 2017 (tatatata!) im Drachenmondverlag. Craziness!
~Website~

1 Kommentar:

  1. Huhu!

    Ich habe den Eindruck, der große Dytopie-Hype ist inzwischen mehr oder weniger vorbei? Schade eigentlich, ich finde Dystopien sehr interessant. :-) Die hier klingt richtig gut, sehr schöne Rezension.

    Ich habe deinen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    LG,
    Mikka

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