† Buchrezi: Götterfunke - Liebe mich nicht

Ines Caranaubahx | 03 Oktober 2017

 
Titel: Götterfunke - Liebe mich nicht
Reihe: Götterfunke
Autor: Marah Woolf
Buchart: Gebunden
Genre: Fantasy
Teil: 1
Preis: 18,99€
Seiten: 464
Verlag: Dressler
Erscheinungsdatum: 20.Februar.2017

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Dieses Buch schwirrte wirklich überall in den Sozialen Medien und Blogs herum. Andauernd war das Buch, oder eins seiner Nachfolger, im Gespräch. Ob wegen dem Cover oder Inhalt, ob positiv oder negativ. Andauernd sah man dieses Buch. Grade deshalb wurde ich sehr neugierig darauf - und habe es mir schließlich ertauscht.


"Sag das nie wieder, hörst du? Hast du verstanden, Jess?" Seine Stimme klang drohend und seine Augen glitzerten vor Zorn. "Liebe mich nicht."

Eigentlich wünscht Jess sich für diesen Sommer nur ein paar entspannte Wochen in den Rockys. Doch dann trifft sie Cayden, den Jungen mit den smaragdgrünen Augen, und er stiehlt ihr Herz. Aber Cayden verfolgt seine eigenen Ziele. Der Göttersohn hat eine Vereinbarung mit Zeus. Nur wenn er ein Mädchen findet, das ihm widersteht, gewährt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch: endlich sterblich zu sein. Wird Cayden im Spiel der Götter auf Sieg setzen, auch wenn es Jess das Herz kostet?

 
Das Cover wurde ja heiß umstritten. Schön oder scheußlich? Hübsch oder Klischeehaft? Ich für meinen Teil kann mich auf keine der beiden Lager schlagen - auf der einen Seite finde ich es wirklich ganz hübsch, auf der anderen finde ich es nicht so toll. Das Mädchen passt einfach überhaupt nicht zu Jess (die sie darstellen soll), die Schrift ist Standart und das "Götterfunke" irgendwie deplatziert, da so mittendrin... aber das Print schimmert und irgendwie mag ich die Farben und argh, weiß auch nicht.

 
Am Anfang fand ich das Buch eher solala. Ich kann gar nicht genau sagen, was dazu geführt hat, vielleicht war ich ein bisschen eingenommen? Keine Ahnung. Viele haben von dem Buch geschwärmt, genauso wie es viele gab, die das Buch nicht mochten. Umso mehr Meinungen man zu etwas hört, umso kritischer ist man dann selbst, wenn man es liest/hört/sieht. Jedenfalls ist das bei mir so.

Was ich aber genau weiß; die Klischees haben einen Teil des Buches irgendwie etwas versaut. Sie hat natürlich total schlimme Familienverhältnisse Zuhause, natürlich hat sie eine total angesagte beste Freundin, während sie selbst nur normalo ist (trotzdem finden sie natürlich voll viele Kerle total toll). Aber das Schlimmste; jedes verdammte mal wir sie von Cayden gerettet. Jedes. Verdammte. mal. Es passieren dauernd ganz schlimme Sachen (natürlich) und jedes mal rettet er sie. Und selbst wenn sie nur irgendwas ganz Normales tut - plötzlich steht er neben ihr und quatscht sie an, obwohl er sie ja soo unbedingt aus dem Weg gehen wollte und redet dann ganz offen von seinen Gefühlen und all das, obwohl er ja doch eigentlich immer wieder sagt, dass da nichts ist. Argh. 

Was meinen Lesefluss leider etwas gestört hat, waren die kurze Zwischenkapitel. Nach jedem langen Kapitel gab es ein kurzes, einseitiges Kapitel mit dem Namen "Aufzeichnungen des Hermes", wo Hermes eigentlich nur kurz nochmal zusammenfasst, was im Kapitel davor passiert ist. Ja, ich fand die Idee ganz nett, aber aus den Kapitel kriegt man nichts Spannendes. Man liest eigentlich nur eine Zusammenfassung von den Kapiteln davor und es werden nur Sachen erzählt, die man schon weiß. Unnötig irgendwie. Habe sie irgendwann nur noch übersprungen.

Und die Charaktere... manche blieben ewas platt, manche waren total gut ausgearbeitet. Aber jeder Charakter ging mir mindestens einmal auf den Keks, haha. Was sich vielleicht schlimmer anhört, als es ist. Außer Robyn, die ging mir richtig auf den Sack. So richtig richtig richtig. Wäre ich Jess, hätte ich Robyn schon längt eine gescheuert.

Aber sonst... ja sonst hat es mir wirklich richtig gut gefallen (immerhin kommen die Sachen oben nicht immer vor). Der Schreibstil sowie der sonstige Lesefluss sind der Autorin wirklich gut gelungen. Außerdem hat sie es irgendwie geschafft, das ich immer weiterlesen wollte - etwas sehr, sehr Wichtiges! Es war nun wirklich nicht so, als würde durchgehend etwas Spannendes passieren, was nichts negatives ist. Nicht viel Aktion und all das - aber trotzdem wollte man immer weiterlesen, wissen, was danach passiert.

Das Ende war dann für mich dafür ausschlaggebend, dass ich das Buch für gut befand. Mir gefielen die Wendungen, die Entscheidungen und machten mich umso heißer auf den nächsten Teil. Besonders nach dem Ende, muss ich nun unbedingt wissen, wie es weitergeht! Auch, um weiter von meinem Sahneschnittchen Josh zu lesen. Rawr. Bester Charakter!

Ich hoffe, es macht irgendwie Sinn, was ich da geschrieben habe. Jeder von euch kennt doch sicher diese Bücher, die zwar irgendwie "viele" Negative Sachen hatten, aber das man immer noch echt gut fand, oder? Nein? Oh.

Jess:
Wie ich über Jess denken soll, weiß ich noch nicht Recht. Auf der einen Seite mochte ich sie wirklich sehr gerne, auf der anderen Seite ging sie mir wirklich oft auf den Keks. Ein Good Girl durch und durch, was ich manchmal derbe anstrengend fand.

Cayden:
Cayden gefiel mir ehrlich gesagt richtig gut - auch, wenn er ein komplettes Arschloch war. Aber seine Geschichte, die Hintergrundinformationen, sein Verhalten... irgendwie habe ich das total gemocht. Aber Halleluja - nur beim lesen natürlich. Würde mir so jemand im echten Leben begegnen, würde er sich was einfangen. Und ich meinen keinen Schnupfen.

 
Spannungsbogen: 2/5 Federn
Charaktere: 2,5/5 Federn
Schreibstil: 4/5 Federn
Anfang: 3/5 Federn
Mitte: 4/5 Federn
Ende: 4,5/5 Federn
Cover: 2,5/5 Federn


Insgesamt hat mir das Buch ganz gut gefallen. Es war jetzt nicht das Buch und ja, mir fielen beim lesen einige Sachen auf, die ich nicht so mochte. Alles in allem fand ich die Idee aber gut, genauso wie den roten Faden, Schreibstil und die verschiedenen Wendungen. Auch wenn das Buch definitiv keins der Besten ist, die ich je gelesen habe, kann ich es auch nicht unempfehlen und bin wirklich sehr gespannt auf Band 2!



Marah Woolf wurde 1971 in Sachsen-Anhalt geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und drei Kindern lebt. Sie studierte Geschichte und Politik und erfüllte sich mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans 2011 einen großen Traum. Die Arbeit an der MondLichtSaga wurde Ende 2012 abgeschlossen. Seitdem haben die Bücher sich als E-Book oder Taschenbuch mehr als 1 Million Mal verkauft. Der erste Teil der vierteiligen MondLichtSaga "MondSilberLicht" wurde auf der Leipziger Buchmesse 2013 mit dem ersten Indie-Autoren-Preis ausgezeichnet. Der dritte Teil der BookLessSaga erhielt 2014 von den Lovelybookslesern, Deutschlands größter Leserplattform, den ersten Preis in der Kategorie Fantasy.
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Kommentare:

  1. Liebste Ines,

    hatte ich eigentlich mal erwähnt, wie sehr ich deinen Schreibstil liebe? Nein? Dann sieh das hiermit als nachgeholt an. ^^

    Was den Punkt angeht, ein Buch trotz haufenweiser Kritikpunkte zu mögen ... ich kenn das schon etwas. :D Ist dann immer so traurig, wenn nach der Rezension niemand mehr das Buch lesen will, aber letztendlich entscheidet ja, wie gerne man das Buch gelesen hat und wenn Kritikpunkte beim Lesen nicht so störend aufgefallen sind ... so what.

    Nichtsdestotrotz sind deine Kritikpunkte so ziemlich genau der Grund, warum ich das Buch nicht lesen möchte. Ich war schon bei der Leeseprobe genervt. Und nicht auf die "ich mag es trotzdem"-Art. Von daher werde ich dem Buch einfach weiter aus dem Weg gehen, es gibt ja genug andere. :D

    Aber "kann ich es auch nicht unempfehlen" ist ein schöner Ausdruck. xD

    Liebe Grüße ♥

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    1. Wahrscheinlich eh nur weil ich in meinen Rezensionen so viel passiv aggressiv Fluche und so umgangssprachliche Wörter nutze, haha! :D ♥

      Ja, das ist dann immer etwas schwierig. Meist gibt es so Bücher, die haben so dermaßen viele negative Sachen, aber trotzdem fand man sie am Ende total gut. Nur weiß man gar nicht genau, weshalb man sie gut fand. Dann hört sich die Rezension immer total negativ an und am Ende wundern sich dann alle, warum die Bewertung trotzdem so gut ist xD Genauso wie es Bücher gibt, die eigentlich nichts negatives haben, aber halt trotzdem einfach keine 5/5 bekommen. Einfach weil man sie zwar null schlecht fand... aber im Gefühl hat, das es auch nicht so das Wahre wäre, ihm volle Punktzahl zu geben xD

      Also ja, jetzt wenn ich so drüber nachdenke... gibt es echt viele Sachen, die ich negativ fand. Aber die fallen mir jetzt erst so hinterher auf, wenn ich zurückdenke. Beim lesen an sich hat es den Lesefluss irgendwie gar nicht gestört. Ich meine, die beste Freundin fand ich so scheiße, aber beim lesen habe ich mich nur kurz 10 Sekunden aufgeregt und es wieder vergessen. Weißt wie ich meine? Was man in der Rezension schreibt, klingt immer so... "stark" vertreten. Dabei ist es beim lesen nicht so schlimm, wie es sich anhört. Naja, manchmal. Manchmal ist es dann auch wirklich so scheiße, wie man es in der Rezi auch formuliert xD

      Den zweiten Teil kann ich aber wirklich empfehlen! Habe dann direkt hinterhergelesen und der konnte mich wirklich von sich überzeugen. Ich denke, das ist so ähnlich wie bei "Das Reich der sieben Höfe" - da fanden Band 1 alle doof und Band 2 fanden alle mega gut ^^

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