{Gastrezi} Die fünfte Welle 3 - Der letzte Stern

Ines Caranaubahx | 20 Oktober 2017

Zitat

Sie war der letzte Stern, der hell leuchtete in einem Meer grenzenloser Schwärze." (Zitat S. 266)

Klappentext

4 Tage bleiben Cassie & Co nur noch Zeit, bis die Bomben fallen und die Fünfte Welle anrollt. Der abtrünnige Silencer Evan Walker will das Mutterschiff zerstören, doch Colonel Vosch verfolgt einen perfiden Plan. Kann die Menschheit noch vor der endgültigen Vernichtung gerettet werden?

Meinung

Rick Yanceys Schreibstil gefällt mir sehr gut , auch wenn er sehr düstere Szenarien plastisch darstelkt. So eiskalt die Anderen dargestellt werden, erinnert es mich derzeit sehr an die Welt wie sie gerade hier auf der Erde ist. Auch wir sind EISKALT, Kinder werden abgeschlachtet und die Welt sieht zu. Traurig aber war, wir sind keinen Deut besser als die Anderen. Manchmal ist er etwas verwirrend, aber ich muss sagen, dass es trotzdem der beste Schreibstil für diese Art der Geschichte ist, denn worum geht es denn in seinem Buch? Über eine außerirdische Lebensform, die Chaos und Schmerz und Verwirrung in diese Welt bringt und das spiegelt er mit seinem Schreibstil zu 100% wieder, auch wenn man ab und an mal irritiert die Stirn runzeln muss.

In dem Buch wird auch wieder (wie in dem zweiten) die Sichten der unterschiedlichen Charaktere eingebracht. So behält man jeden Blickwinkel bei, was bei diesem Buch auch sehr wichtig ist.
Denn wenn das ganze Buch nur in Cassies Sicht geschrieben werden würde, würden viel zu viele Fragen offen bleiben. Es bleiben auch so noch einige Fragen offen, aber die sind nicht weiter schlimm.
Der Autor hat die richtige Entscheidung getroffen, als er nach dem ersten Band die Sichten wechselte. Ich bin zwar auch nicht der größte Fan von solchen Sichtwechseln, aber gerade hier passt es sehr gut.

Die Story an und für sich ist nervenzerreibend, aufregend und beinhaltet einige schockierende, wie auch traurige Inhalte und sie endet eben ganz Dystopien-mäßig.

Das einzige was mich ein bisschen stört, ist, was aus Sam wird. Wie aus diesem kleinen Jungen so ein zorniges, nach Blut lechzendes Kind wird. Aber es ist Krieg ... er hat so viel erlitten, so viel verloren ... es ist nachvollziehbar. Trotzdem störend.

Ansonsten bin ich super zufrieden und ich persönlich finde es nicht schlimm, dass keine große Liebesgeschichte zwischen Evan und Cassie geschrieben wurde. Hätte nicht zum Buch gepasst. Der Autor hat so viel Liebe in seine Trilogie gepasst, wie es auch nachvollziehbar sein kann. Wenn er zu viel geschrieben hätte, wäre es unglaubwürdig und lächerlich gewesen. Ein turtelndes, sich ewige Liebe versprechendes Pärchen zwischen all den Toten, Grausamkeiten, den Schmerz und der Zerstörung der Welt? Das hätte nicht gepasst und ich bin sehr froh, wie er es gehandhabt hat.

Alles in allem muss ich sagen, dass ich sehr zufrieden mit dem Buch bin und kann es nur empfehlen. 5/5

Danke für deine Gastrezension, Melanie


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