† Buchrezi: Die Stadt der verschwundenen Kinder

Ines Caranaubahx | 21 Dezember 2013

Titel: Die Stadt der verschwundenen Kinder
Originaltitel: Birthmarked
Reihenname: ?
Autor: Caragh O'Brien
Buchart: Taschenbuch
Genre: Dystopie
Teil: 1
Preis: 8,99€
Seiten: 480
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungsdatum: 11.3.2013
Lieblingsseite: 78
Das Buch ist ein Leseexemplare vom Heyne Fliegt Verlag, dankeschön an dieser Stelle! :)

Nach etlichen Rezensionen der Bloggerwelt musste ich das Buch doch einfach lesen ^^

Sag mir, wo die Kinder sind.
Jeden Monat müssen die ersten drei Neugeborenen an den Mauern der Stadt abgegeben werden. So lautet das uralte, unbarmherzige Gesetz. Doch was verbirgt sich dahinter? Für die junge Gaia gibt es nur einen Weg, das herauszufinden: Sie begibt sich heimlich in die verbotene Stadt...

Es gibt ein paar Dinge, die wir nicht mehr infrage stellen können, sobald wir sie getan haben, denn sonst könnten wir nicht weiterleben. Und wir müssen weiterleben, jeden einzelnen Tag. S.151

Seht ihr das Originalcover? Seht ihr das? Wie schrecklich ist das bitte? o.O
In der Mitte sowelche DNA-Stränge, dann ein Mädchen der Haare ins Gesicht fliegen (Und dann auch noch die eine Strähne braun, sodass man genau weiß die wurde mit Photoshop zugefügt) und da hinten so ein komischer Stein der nicht im gerinsten irgendwas mit dem Buch zutun hat. Was denken sich die Amerikanische Covermacher eigentlich manchmal? o.O
Dagegen ist unsers ja recht hübsch, auch mit der Aufmachung, auch wenn die Gesichter wenig mit der Geschichte zu tun haben haben die Punkte darauf wirklich einen tieferen Sinn.

Originalcover

Im Buch geht es um Gaia. Ihre Mutter ist Hebamme und Gaia sozusagen bei ihr in der Lehre. Jeden Monat müssen die ersten 3 Neugeborenen an dem Tor der Enklave abgegeben werden, wo sie dann bei Reichen Leuten der Enklave aufwachsen. Als Gaia nach ihrer ersten Entbindung zuhause ankommt sind ihre Eltern verschwunden - sie wurden verhaftet weil ihre Mutter Buch darüber geführt haben soll wann welche Kinder entbunden wurden und welche Eltern sie hatten. Gaia macht sich auf die gefährliche Reise in die Enklave zu kommen und ihre Eltern zu retten, allerdings wird sie gefangen genommen und lebt mit anderen Hebammen in einem Gefängnis, wo sie nur selten herauskommen um Kinder zu entbinden. Trotz alldem gelingt Gaia die Flucht aus dem Gefängnis - wird sie es schaffen ihre Eltern zu befreien und zu fliehen?

Was mir immer sehr an Gaia gefallen hat, war, das sie so mitfühlend war. Beispielsweise sollte in der Enklave ein Pärchen auf dem 'großen Platz' gehängt werden. Gaia, die in der Enklave illegal ihre Eltern suchte, konnte nicht anders als einzuschreiten - denn die Frau war schwanger. Jedoch kam sie zu spät. Trotzdem versucht sie das Kind zu retten indem sie später das Kind aus der Mutter herausholt (ihr wisst schon... mit einem Skalpell *gruselig*), doch das Kind lebt nicht mehr. Aber sie hat es eben versucht, auch wenn es ihr das Leben möglicherweise gekostet hätte.

Was ich aber etwas unrealistisch fand war, die schnelle Wandlung von ihr. Denn als sie noch Außerhalb der Enklave war und mit ihrer Mutter Babys entbunden hat war sie eines der braven Mädchen, die niemals etwas gegen das Gesetzt gesagt hätten oder rebelliert hätten, und dann schwupps wird sie total die Rebellin, hat keine Angst mehr und versucht sozusagen die Welt zu retten. Es war gut ja, da das sie selbst spannender machte, aber irgendwie ging das meiner Meinung nach irgendwie zu schnell.

Was ich noch etwas schade fand, war, das sie in der Enklave den Sohn der 'Herrscher' (Ich finde grade kein anders Wort) kennen lernt, ohne zu wissen wer er ist. Und der Typ... naja. Er ist einfach ein lascher Charakter. Ich kann mich zum Beispiel nichtmal mehr an seinen Namen erinnern und muss jetzt im Buch rumblättern damit ich wieder weiß wie er heißt, weil er wirklich überhaupt nicht im Gedächnis bleibt. Update: sein Name ist Leon :D

Jedenfalls... zwischen den beiden gibt es eine kleine Liebesgeschichte, er versucht Gaia zu retten und ja, die beiden verliebt sich irgendwann ineinander. Aber auch das war irgendwie... so unglaubhaft. Ich kann es nicht richig beschreiben, aber wisst ihr was ich meine? Es wurde von der Autorin versucht das die beiden ein Liebespärchen werden aber irgendwie kam bei mir keine Liebe an, es fühlte sich eher an als wären die beiden Freunde aber mehr auch nicht, mir fehlte das etwas.

Was ich aber sehr gut an dem Buch fand, war die ganze Idee dahinter. Seit "Die Auswahl" vermehren sich die Dystopien wie die Ratten, da wird es immer schwerer eine originelle Dystopie zu schreiben, aber die Autorin hat es wirklich geschafft. Das Buch ist trotz seiner Schwachstellen immer Spannend, das Buch fand ich zog sich überhaupt nicht dahin, inklusive vieler Überraschungen und "Ohhhh"-Momente. Außerdem ist das Buch sehr gut gestrickt, viele Fragen am Anfang aber das Ende beantwortet alles aber so, wie man es eben nicht erwartet hätte, was nochmal ein Pluspunkt ist.

Gaia:
Was mit immer an Gaia gefallen hat, war das sie so mutig war und mitfühlend, es war immer sehr leicht sich in sie hereinzuversetzen und das fand ich sehr gut.

Leon:
Leon ist der Sohn des Protektors - dem Oberhaupt der Enklave. Er wurde immer beschuldigt für den Tod seiner Schwester verantwortlich zu sein und gilt für seinen Vater enterbt. Als er Gaia kennenlernt hilft er ihr weil er herausfinden will wer seine echten Eltern sind, da er adoptiert ist.
Schade fand ich das sein Charakter nicht so richtig rüberkam und eher lasch wirkte. Auch war es schade das er nie Andeutungen gemacht hat das er Gaia mag, weshalb die Liebesgeschichte zwischen ihnen so unglaubhaft rüberkam.

(Anmerkung: Bei der Romantik und dem Humor geht es nicht darum wie ich es finde sondern wieviel es davon im Buch gibt - 3/5 Federn bei Humor muss nicht negativ sein, es soll nur zeigen das es kein witziges Buch ist, sowie bei Klischees 5/5 heißt das es sehr viele Klischees hat)
Spannung: 4/5 Federn
Romantik: 2/5 Federn
Humor: 3/5 Federn
Charaktere: 4/5 Federn
Schreibstil: 4,5/5 Federn
Ende: 3,5/5 Federn
Cover: 4,5/5 Federn
Originalität: 4,5/5 Federn  

Trotz ein paar Schwachstellen hat mir das Buch relativ gut gefallen, man hätte etwas mehr aus der Liebesgeschichte machen können - aber ich bin trotzdem zufrieden :)



Caragh O'Brien wuchs in Minnesota auf und studierte Literatur und Kreatives Schreiben. Nach dem Studium begann sie als Highschool-Lehrerin zu arbeiten und entdeckte nebenbei die Freude am Schreiben. »Die Stadt der verschwundenen Kinder« ist ihr erstes Jugendbuch und hat in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien viel Aufsehen erregt. Caragh O'Brien ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie und zwei Wüstenrennmäusen in Connecticut.

Kommentare:

  1. Ohhh ich mochte das Buch total gerne!
    Die Situation, wo Gaia das Baby aus der toten Frau geholt jat, fand ich sooo spannend. Ich habe sie dafür echt bewundert!
    Ich warte schon sehnsüchtig darauf das Teil 2 als TB erscheint :D
    Liebe Grüße Franzi :))

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    1. Oh ja, die war echt hammer :) Hab richtig mitgefiebert :D

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  2. Ich mochte das Buch auch ziemlich gerne, aber der zweite Band war mir dann leider etwas zu "langweilig" :/ Trotzdem fand ich die Folgebände keinesfalls schlecht :) Eine wirklich schöne Rezi und beim Originalcover kann ich dir nur zustimmen - was soll das denn bitte, das ist ja mal richtig hässlich^^

    Livi ♥

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    1. Ich muss mal gucken ob ich die folgebände lese, zur Zeit habe ich noch viele auf dem SuB und das Buch fand ich jetzt nicht soo gut das ich sofort nach dem zweiten Greifen muss, es war gut aber es gibt grade soowiele Bücher die ich lesen will ^^"
      Und ja, das ist echt urgh :D

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  3. Ich hab so ziemlich die gleiche Meinung wie du :)

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    1. :) Ich glaub ich muss mir deine mal durchlesen :D

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  4. Eine echt schöne Rezension! :)
    Ich hab das Buch noch auf dem SuB stehen und jetzt möchte ich es unbedingt lesen! :D <3

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  5. Das Buch wollte ich auch lesen, hätte es fast gekauft und dann hatte ich kein Geld. :D Bleibt aber auf der wunschliste! Aber auf deutsch, das englische Cover ist ja bäh! :O

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    1. Oh ja, das kenn ich, haha :D Ist leider immer zuviel Wunschliste und Monat am Ende des Geldes ^^

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  6. Ich habe unheimlich viel von dem Buch erwartet und war richtig enttäuscht, dehalb hab eich Band zwei auch nicht gelesen!

    Naja, liebste Grüsse, Emma

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    1. Ich hab nicht so viel erwartet, zum Glück ging es mir nicht wie dir. Aber das ist immer schade :/

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  7. Das hab ich noch auf dem SuB und bin schon richtig gespannt darauf! :) Hoffentlich gefällt es mir dann auch so gut wie dir... ;) Schöne Rezi! <3

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  8. Ich hab dich getaggt und würde mich freuen, wenn du mitmachen würdest:
    http://meine-lesewelt.blogspot.de/2013/12/tag-meine-5-groten-bucherenttauschungen.html
    :) <3

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    1. Mache ich gleich wenn ich wiederkomme, ja? :))
      Und danke <3

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  9. Ich fand das Buch ecth klasse und freue mich schon wenn ich endlich den nächsten Teil lesen kann.
    Das Softcover zu dem englichen Buch ist wirklich scheusslich, man muss aber der Fairnesshalber sagen, dass das Hardcover besser aussieht!

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    1. Oh, ich wusste garnicht das es ein Hardcover gibt. In Amerika werden auch irgendwie immer gleichzeitig Hardcover und Taschenbuch zu einem Buch veröffentlicht, kann das sein? :D
      Und das vom Hardcover ist wirklich schön.

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