Wie Facebookseiten & Instagram "das richtige Bloggen" ruinierten

Ines Caranaubahx | 25 Oktober 2018
Ich weiß gar nicht, seit wie langer Zeit mein Blog nun schon vor sich hinvegitiert. Er ist noch da, ich liebe ihn noch immer. Und ja, ich liebe auch das Bloggen. Weshalb also bin ich nicht mehr aktiv? Weshalb also ist es so, dass ich nicht an Aktionen teilnehme, keine anderen Blogs besuche und alles was dazu gehört?

Diese Fragen beschäftigen mich schon lange - sehr lange. Und sie alle blieben unbeantwortet, bis ich nun endlich eine Antwort dafür habe. 

Ich vermisse das Bloggen. 

Hört sich bescheuert an, ich weiß. Wenn ich etwas vermisse, wieso tue ich es dann nicht einfach? Die Antwort ist simpel: Ich vermisse alles daran. Alles daran, wie es mal war.

Mittlerweile dominieren Facebook- und Instagramaccounts die "Bloggerwelt". Es geht nur noch darum schöne Bilder zu posten, einen kurzen, schnellen Text zu verfassen. Und die Leser? Die wollen alle nur noch schnell liken, schnell und kurz kommentieren, ohne sich ernsthaft damit zu befassen. Alles ist schnelllebig geworden - und langweilig. 

Und traurig.

Ich denke so gerne an die Bloggerzeit von früher zurück. Also... ganz früher. Da, wo Bloggen nur auf Blogspot & Wordpress wirkliches Bloggen war. Wo es nicht um die Bilder geht, sondern um den Text. 

Es war alles anders. Und es war alles besser. 

Man hat sich wirklich etwas aufgebaut und das meine ich wortwörtlich. Man hat sich einen Blog erstellt, man hat sich durch tausende Tutorials gefuchst um ihn halbwegs hübsch zu bekommen. Man hat Stunden damit verbracht, Posts zu schreiben, sich neue Sachen auszudenken, Aktionen zu planen und alles andere. Man hat Stundenlang andere Posts gelesen und sie lang und ausführlich kommentiert.

Daraus geworden ist folgendes: Seite bei Faeebook anlegen, Banner einfügen, hübsches Bild posten, kurzer Text und joa, das wars dann auch, ne? Ich meine klar gibt es Leute, die sich bei ihrem Text richtig Mühe geben. Aber niemals werden sie diese Qualen leiden einen Text zu schreiben, die Formatierung zu checken, ihn nochmal zu bearbeiten und zu versuchen, seine Emotionen textlich auszudrücken. Warum sollte man das auch noch machen? Gibt ja Emojis. 

Grade WEIL man gar nicht mal eben schnell was tippen und veröffentlichen konnte, kam es auch nicht dazu. Man musste sich dafür an den Laptop setzen, das Ding starten, den Blog öffnen - alleine dieser ganze Scheiß hat schon länger gedauert, als es dauert, bei Facebook ein Bild mit einem Text zu veröffentlichen. Da wird einfach kurz dies und das gepostet, mal ein Satz, mal zwei - hier auf Blogspot sehen solche Posts kacke aus, also macht das keiner, außer vielleicht für diese wöchentlichen Aktionen die es so zu Hauf gibt. 

Ja, ein richtiger Blog ist sehr viel mehr Arbeit und Aufwand. Aber es hat sich immer gelohnt. Denn die anderen Blogger kannten es genauso und haben sich daraufhin genauso viel Mühe gegeben, einen Kommentar zu verfassen. Ich meine, will ja nichts sagen, aber dass letzte Mal, dass ich auf einer Bücher-Facebookseite einen Kommentar sah, der länger war als fünf Sätze, war gefühlt Juni 1956. 

Ich vermisse alles daran. Natürlich gibt es immer noch Blogger und ich kann das auch immer noch machen, aber es ist eben nicht mehr dasselbe. Denn selbst die meisten, die noch richtige Blogs lesen, sind von Facebook & Co. so verwöhnt, dass sie eben lieber da Blogs lesen. Wir mit den richtigen Blogs bleiben also total auf der Strecke. Warum sich noch die Mühe machen, Blogs zu lesen, wenn man auch Hunderten auf Facebook & Co. folgen kann, wo das liken und kommentieren so viel schneller geht? 

Ja, die Texte sind auch noch wichtig. Aber mittlerweile liegt das Augenmerk so hardcore auf den Bildern, dass der Text überflüssig wurde. Ohne Scheiß jetzt. Stellt euch mal vor, ihr würdet auf eurem Blog hier auf Blogspot oder Wordpress nur hübsche Bilder von Büchern posten. Eure Follower würden euch fragen, ob sich der Text ausversehen gelöscht hat oder so xD

Nicht so auf Facebook & Co. Die hübschen Bilder sind nun das wichtige. Leute, die keine Lust haben, stundenlang auf das perfekte Licht zu warten, werden niemals so erfolgreich oder gefeiert wie Leute mit 'ner neuen Superkamera und Hunderten in Deko investierten Euro. 

Es nervt mich, dass es nicht mehr auf den Inhalt ankommt. Früher wurden Blogs erfolgreich, die neue Ideen hatten, die Masse ansprachen. Die kreativ waren und Posts geschrieben haben, die nicht aus 0815-Mist bestanden. Und Heute? Hübsches Foto. Fertig.

Ich vermisse alles an dem Bloggen auf Blogs, bevor es Social-Media-Seiten gab. Ich vermisse den Austausch und die Kommentare und die harte Arbeit, die darin steckte.

Es war so viel Arbeit. Jeder Follower war ein Sieg und ein Jubelschrei. Jeder Kommentar ließ dein Herz höher schlagen. Und jetzt geht es nur noch um Massen und um Schnelligkeit.

Ja, auch eine Facebookseite oder einen Instagram-Account zu führen ist Arbeit. Aber es kann unmöglich jemals die Arbeit sein, die man hat, wenn man einen Blog bei beispielsweise Blogspot & Wordpress führt. Und nein, ich will euch Social-Media-Bloggern auch nicht die Schuld geben, ihr macht auch nur dass, woran ihr Spaß habt. Aber es hat eben dazu geführt, das Bloggen nicht mehr das ist, was es mal war.

Man kann sich damit abfinden. Man kann es akzeptieren und mitziehen. Aber dazu bin ich einfach nicht gewillt. Ich kann das nicht einfach hinnehmen.

Also Facebook und Instagram und alle anderen blöden Social Media-Plattformen: 
Fickt. euch. ins. Knie. 

Und nun lasst mich für meine Meinung brennen.

Kommentare:

  1. Huhu Ines,

    ich führe meinen Blog noch nicht lange genug, um beurteilen zu können, wie es früher war, aber ich kenne es aus meiner Jugend, dass man sich in ellenlangen Forenbeiträgen über dies und das ausgetauscht hat, eben auch in der Vor-Social Media-Zeit. Daher weiß ich in etwa, wie du dich fühlst. Da ich auf meinem Blogspot-Blog allerdings noch nie viele Kommentare hatte, stört es mich bisher nicht so sehr. Ich mache das ja auch v.a. für mich selbst und nicht wegen der Resonanz.
    Facebook nutze ich so gut wie gar nicht. Ich habe dort keine eigene Blogseite und folge auch nur den Seiten von befreundeten Bloggern. Daher weiß ich tatsächlich nicht genau, was da abgeht.
    Instagram nutze ich selbst seit kurzem ausführlicher, weil ich es als optische Ergänzung zu meinem Blog sehe, nicht als eigenständiges Bloggen. Und klar, schöne Fotos kommen immer besser an als irgendwelche 0815-Fotos, das ist in jedem künstlerischen Bereich so.
    Was ich tatsächlich schade finde, ist, wenn sich offensichtlich wenig Mühe für die Texte gegeben wird. Ich sitze auch keine 4 Stunden an einem Blogbeitrag, aber schon so 1-2 und überlege mir genau, was ich schreiben will und versuche auch, möglichst ausführlich zu sein. Sofern jemand sich offensichtlich auch für seine FB- oder Insta-Texte Mühe gibt, finde ich das vollkommen in Ordnung. Aber es gibt, wie du schon sagst, auch die andere Seite, die einfach nur "stumpfsinnig" haufenweise Bilder mit 2 Sätzen und einem Haufen Herzchen darunter posten. Kann man natürlich machen, wenn es Freude bereitet, aber auch ich finde es schade, dass die Blogger, die sich mehr Mühe geben, daneben blass aussehen.

    Ähm ja, ich hab das Gefühl, ich komme grad auf keinen Punkt. :D Also lasse ich meine Gedanken einfach mal so stehen. XD

    LG Alica

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  2. Hallo Ines,

    einfach nur WOW. Dieser Text drückt das aus, was mir schon so lange durch den Kopf geht. Klar sind Seiten wie Instagram und Facebook toll, eben weil es so schnell geht und man kaum Zeit investieren muss entweder Seiten zu stellen, oder Beiträge zu liken. Aber das Bloggen ist so viel mehr. Für mich zumindest. Natürlich ist es zum Teil sehr zeitaufwendig. Bilder machen, bearbeiten, Links heraussuchen, formatieren, einen Text schreiben. Aber genau das liebe ich daran. Weil man wirklich abschalten kann und es nicht mehr dieses schnell-schnell ist.
    Ich verstehe aber auch, dass viele Blogger frustriert sind, da Instagram-Accounts zu einem eine viel größere Reichweite haben und deutlich weniger Aufwand bedeuten, sodass viele sich kaum noch für die Bloggerwelt zu interessieren scheinen.
    Ich werde auf jeden Fall beim Bloggen bleiben, da es mir viel Spaß macht und werde auch nun versuchen häufiger zu kommentieren und vielleicht haben Blogs irgendwann mal das große Comeback. :)

    Liebste Grüße
    Elisa

    dielesende.blogspot.de

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  3. Hallo,

    ich weiß, was du meinst. Mich nerven die bookblogAccounts bei instagram manchmal ein bisschen, bei denen jedes Bild immer so langweilig gleich aussieht.Teetasse, Funko-Pop-Figrchen, YA-Roman dazu, am besten auf dem Bett drapiert. Oder Sockenfüße. Dazu noch eine Handvoll Hashtags reingeschmissen und fertig. Und man selbst verliert immer mehr die Lust, eine Rezension zu schreiben, und wirklich Input für andere Beiträge hat man auch kaum, weil, worüber soll man denn mit Sockenfüßen reden? Und trotzdem halten wir durch, das ist doch auch schonmal was, oder?

    Liebe Grüße
    Ponine

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  4. Liebe Ines,

    es hat sich viel verändert, das stimmt. Und teils finde ich das ebenso schade wie Du, da mich Instagram z.B. gar nicht anspricht. Fünf oder sechs Mal habe ich es versucht und mich wieder angemeldet. Und Facebook? Nun ja, ich bin da viel unterwegs, aber längere Rezensionen oder dergleichen lese ich da ungern, da es einfach nicht schön zu lesen ist. Da fehlen die Gestaltungsmöglichkeiten eines Blogs. Und ich finde auch, Blogs haben mehr Persönlichkeit, eben weil die gesamte Website schon viel individueller aussieht. Facebook und Co bieten nur einen Banner, ein Blog ein ganzes Design.
    Aber der Trend geht dennoch mehr zu Facebook. Ich hadere damit nicht ganz so sehr wie Du, aber schade finde ich es trotzdem und ich werde auch weiter lieber in Blogs lesen.

    Es wäre schade, wenn Du die Freude am Bloggen ganz verlieren würdest. Ein kleiner Blogger-Kreis bleibt ja hoffentlich immer noch?

    Liebe Grüße

    Claudia

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  5. Hi,
    was für ein schöner Beitrag. Und er ist schön, weil der Text toll ist. Durchdacht, gut aufbebaut, stringent - er kommt ganz ohne Bilder aus. Fällt das jemand auf? Nein.
    Instagram-Buch-Bilder seh ich gerne an, aber es ist oberflächlich und mir fehlt die fehlende Verknüpfung zu dem Blog, wo ich dann den richtigen Artikel lesen kann.
    Mit Facebook als Blogportal konnt ich mich noch nie anfreunden, mir mißfällt die fehlende Wiederfindbarkeit und irgendwie ist es nicht so mein Medium.
    Ich mag ganz old school die Blogs, die sich Mühe geben und gute Texte schreiben. Bilder sind nett, aber nicht mehr als das, es muss Inhalt dahinterstehen.

    So, und nun hol ich mal einen Eimer und lösche dich, für DIESE Meinung musst du nicht brennen!

    LG
    Daniela

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  6. Ines, das ist ja quasi die ausführliche Weiterführung unseres WhatsApp-Gesprächs :O
    Und ich stimme dir so zu! In allen Punkten! Gerade die Einfachheit der Social-Media-Seiten lassen sie so erfolgreich sein. Und prinzipiell ist da ja gar nichts Schlechtes dran. Instagram nutze ich beispielsweise auch und finde die Bilder mit den Büchern zum Großteil auch echt hübsch, aber so als richtige Blogs sehe ich diese Seiten einfach nicht. Für mich ist mein Blog auch der Blog und die Instaseite ist Zusatz.
    Du drückst einfach deine Gefühle so greifbar aus, das ist wirklich der Wahnsinn! ♥ Und wie ich schon erwähnte: Ich möchte hier und jetzt eine Lesenacht mit der Let it burn Crew und beim Gedichteschreiben um vier Uhr nachts in Erinnerungen an die alte Bloggerzeit schwelgen. Ich kann nicht glauben, dass es 'da draußen' keine tollen Blogs mehr geben soll. Blogs die genauso toll sind wie unsere längst verschollenen Lieblingsblogs von 2014 :P Ich finde, wir gehen nächste Woche mal gemeinsam auf die Suche und dann wird das Bloggen hoffentlich ähnlich toll wie vor 4 Jahren ♥

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  7. Hallo Ines,

    danke! Einfach danke. Du hast meinem Unwohlsein einen Namen gegeben. Seit einiger Zeit stelle ich mir mal wieder die Frage, warum ich überhaupt noch blogge und ob es nicht doch langsam mal an der Zeit ist aufzuhören. Es ist einfach nicht mehr das selbe und manchmal nervt es mich regelrecht, wenn ich sehe, dass ich mir für eine Rezension oder whatever Mühe gegeben habe, aber keine oder so gut wie keine Reaktion darauf erhalte. Die Besucherzahlen meines Blogs sind in den letzten Monaten stark zurück gegangen und alles verlagert sich gefühlt immer mehr auf Instagram. Eine Entwicklung, die mir nicht gefällt, da ich wie du das Bloggen nach wie vor mag und es auch vermisse. Ich will nicht mit dem Bloggen aufhören. Aber es ist manchmal einfach sehr frustrierend und demotivierend zu sehen, wohin sich alles entwickelt.

    Liebe Grüße
    Insi Eule

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  8. Sehr, sehr guter Beitrag, der eindeutig mit mir resoniert hat. Dieses Gefühl war auch für mich einer der Gründe, warum ich meinen Blog damals gelöscht hatte. Jetzt habe ich wieder angefangen, merke aber immer wieder, dass es nicht ganz genau wie ganz früher ist und dass sich etwas (noch weiter) verändert hat. Der Fokus auf Instagram und Facebook ist einerseits wirklich toll für die Leute, die sich so gut ausdrücken kann und andererseits sehr traurig für Leute wie wir, die dadurch eventuell weniger Besucherzahlen haben oder Verbindungspunkte und Möglichkeiten mit anderen Gleichgesinnten verlieren. Ich sag mir dann immer, dass sich das wieder einpendelt oder ich einfach das Beste draus mache - oder versuche das Ganze wieder zu verbessern - aber das ist hart, wenn nichts irgendwie Früchte zu tragen scheint. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen!

    Liebe Grüße,
    Janina

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  9. Hi Ines,

    ich bin seit 3 Jahren jetzt in dieser Bloggerwelt zurück und du hast vollkommen recht mit dem was du sagst: Es ist einfach nicht mehr dasselbe wie vorher. Überall wird nur noch gehetzt und gemobbt was das Zeug hält und ich finde das nicht okay. Genauso wenig find ich es traurig, dass unsere harte Arbeit, die wir in unsere Blogs bei Blogspot oder Wordpress (Selbsthoster inklusive) reinstecken stunden-/wochenlang und sie wird nicht richtig geschätzt. Klar sind die Social Media Kanäle auch für die Verlage wichtig aufgrund der Liker und Follower, die man dort hat. Aber das ist doch nicht alles, was zählt. Nicht jeder kann sich eine teure Spiegelreflex oder all das was zu einem Equitement gehört, leisten. Und nicht jeder hat dieses Super-Fotoprogramm, womit man die Fotos bearbeitet kann (jetzt nicht die, wo man auf dem Handy bekäme). Ich meine damit Lightroom, Photoshop und Co. Nicht jeder hat die finanziellen Mittel. Es gibt durchaus auch Alternativen (Gimp). Und ja - Fotos machen durchaus was aus, aber man sollte nicht nur auf das schauen, sondern auch auf den Text, der dahintersteckt und für den man sich den Hintern aufgerissen hat oder auf das Design was den Blog ziert, wo man Tage oder Wochen dran gesessen und gearbeitet hat. Das würdigt iwie gar keiner mehr hab ich den Eindruck. Dass es um dich ruhig wurde und du weder Blogs besucht hast, noch an Aktionen teilnahmst, kann ich durchaus nachvollziehen. Stecke ja in derselben Haut und das schon seit Monaten. Das Bloggen macht, so wie es jetzt ist keine wirklichen Spaß mehr, wenn die Arbeit die dahintersteckt nicht mehr so gewürdigt wird wie es mal war. Ich hoffe aber dennoch, dass du der Bloggerwelt erhalten bleibst. Wäre schade wenn nicht. Du weißt, dass ich dich als Bloggerin und Mensch sehr schätze und wir uns auch dadurch kennengelernt haben. Ich würde dich auf jeden Fall hier vermissen. ♥

    Liebe Grüße
    Bettina

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  10. Ich verstehe, was du meinst, denn das Bloggen hat sich wirklich verändert. Allerdings würde ich nicht sagen, dass es jetzt nicht mehr so möglich ist, denn es gibt immer noch unendlich viele Blogs, die genauso weitermachen wie früher und immer noch viel Arbeit und Zeit in ihre Artikel und Texte stecken. Die Instagram und Facebookseiten sind dabei völlig unabhängig davon, denn das beeinflusst die Blogs doch nicht. Es ist keine Entweder-Oder-Situation, denn man kann genauso gut auch beides verfolgen. Wenn ich Lust auf kurzweiliges Bilderschauen habe, gehe ich auf instagram, wenn ich Beiträge lesen will, auf Blogs. Für mich sind das verschiedene, unabhängige Dinge.
    Ich habe auch nicht die Erfahrung gemacht, dass seitdem weniger Blogs gelesen oder kommentiert werden, denn die Community ist ja immer noch da und aktiv.
    Und die vielen langen Kommentare zeigen ja auch, dass immer noch viel Bereitschaft da ist, sich mit Artikeln auseinanderzusetzen, auch wenn sie keine Bilder enthalten.

    Liebe Grüße!
    Jacqueline
    (http://jacquysthoughts.wordpress.com/)

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  11. Punkt! Du hast es auf den Punkt gebracht! Auf Instagram und überall der gleiche Einheitsbrei, schnell Fotos gemacht und online gestellt und Blogs? Liest niemand.

    Aber, was noch weiterzählt: 2014, als ich angefangen habe, gab es ein schönes Bloggermiteinander. Und heute ist irgendwie jeder in seiner Blase, bloggt und ist für sich. Zumindest sehe ich das so bei vielen auf meiner Leseliste.

    Instagram überflute mich, ich will lieber die Individualität auf den Blogs und die Unperfektheit, aber das Miteinander!

    Alles Liebe und viele Grüße aus dem Haus der bunten Bücher
    Mila <3

    www.dashausderbuntenbuecher.blogspot.com

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  12. Huhu,

    ich kann dir hier nur zustimmen. Als ich vor vier Jahren mit dem Bloggen angefangen habe, hatte ich das Gefühl Teil einer wundervollen und großen Community zu werden. Dann kam das Bloggen auf FB und nun ja auch auf Insta. Ich habe seitdem oft das Gefühl, nutzt man nicht alles um überall Werbung für sich und seine Beiträge zu schalten geht man in der Flut and Insta- und FB-Bloggern total unter. Da fragt man sich dann schon manchmal wofür man lange recherchieren und sich stundenlang Arbeit machen soll, wenn die Menschen am Ende doch nur kurz ein Bild liken wollen.

    Ich finde die Entwicklung, die die Bloggerszene gemacht hat echt traurig und würde mir wünschen, dass wir irgendwann zu unseren Ursprüngen zurückfinden.

    LG
    Bettina

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  13. Liebe Ines,
    wo kann ich deinen wundervollen Beitrag unterschreiben? Du bringst es total auf den Punkt.
    Ich bin auch schon eine ganze Weile dabei und weiß daher auch genau, wie es vor dem ganzen Social Media gewesen ist. Wie viel Zeit man insgesamt investiert hat und wie viel Freude es gemacht hat. Nicht, dass du das falsch verstehst, mir macht das Schreiben immer noch Spaß, allerdings hat wirklich alles abgenommen. Alles muss schnell gehen. Das Meiste spielt sich bei Facebook, Instagram & Co ab. Das ist so schade! :/
    Ich hoffe total, dass sich diese Entwicklung wieder zu ihrem Ursprung zurück entwickelt.
    Alles Liebe
    Dörte

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♥♥♥